Rolf Blume, geboren 1954 in Dortmund, hat in Braunschweig studiert und bis
2007 als Architekt gearbeitet. Seitdem ist er als freischaffender Künstler
in Hannover tätig.
In seinen Arbeiten macht er sich auf die Suche nach dem "verborgenen
ästhetischen Mehrwert des Alltags". Alltagsmaterialien sind sein bevorzugter
Werkstoff. Aus Telefonbüchern, Katalogen, Verpackungen und ähnlichen
Artikeln serieller Massenproduktion schafft er filigrane,
zuweilen raumgreifende Objekte.
Juryvotum:
"Rolf Blume schafft eine hängende Raumskulptur aus 52 „Seh-Zeichen“.
Diese orientieren sich an dem in der norddeutschen Landschaft bekannten
Prinzip der See-Boje. Sie zeigt moderne Gefäßformen von haushaltsüblichen
Verpackungen, die kreisförmig angeordnet, künstlerisch-spielerisch in
einen neuen Bedeutungskontext überführt werden."
Statement des Künstlers:
"Eine poetische Vision zur Verwendung vertrauter Wegwerfartikel.
Zerlegung und Neuzusammensetzung bekannter Alltagsprodukte unter Würdigung
ihres ästhetischen Potentials. Vom Möglichkeitssinn in der
globalisierten Wirklichkeit - eine Kulturlandschaft."
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