Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e.V.

Landesverband im
Bundesverband
Bildender Künstlerinnen
und Künstler

 
     

Otto Gefers gehörte zu den ersten Mitgliedern des am 16.10.1945 gegründeten „Bund bildender Künstler Nordwest-Deutschland“, dem heutigen BBK Niedersachsen und war von Beginn als aktiver Künstler in den vom BBK initiierten Ausstellungen vertreten, so bereits auch in der 1. Ausstellung nach Gründung des BBK, „Gekonnte Kunst“, die am 22.6.1946 in der Orangerie in Herrenhausen eröffnet wurde.

Er gehörte zu den Mitbegründern der „Freien Gruppe“ und war daneben u.a. als Jury-Mitglied für den Kunstverein Hannover und im Prüfungsausschuss der Werkkunstschule Hannover tätig.

Von 1952 bis 1965 war er erster Vorsitzender des niedersächsischen BBK Landesverbandes.

Von Beginn seiner Amtszeit an setzte sich Otto Gefers zusammen mit dem geschäftsführenden international bekannten Maler Carl Buchheister in zahlreichen Gesprächen mit Behördenvertretern und durch schriftlich ausgearbeitete Vorschläge zur Verbesserung des Urheber- und Steuerrechts, zu gesetzlich verankerten Kunst-am-Bau-Bestimmungen und zur angemessener Unterstützung arbeitsloser Künstler für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der niedersächsischen Künstlerinnen und Künstler im Nachkriegsdeutschland ein.

Unter dem Vorsitz von Otto Gefers wurde im Mai 1952 der von Carl Buchheister verfasste ausführliche Bericht „zur Lage der bildenden Kunst“ als Eingabe Nr. 1049 durch den Niedersächsischen Landtag angenommen und verhandelt.

Die hierin enthaltene Forderung zur Umsetzung der Kunst-am-Bau-Regelungen in die Praxis führte schließlich in den 50er Jahren in einem erheblichen Maß zu Aufträgen für Kunst am Bau bzw. Kunst im öffentlichen Raum für niedersächsische Künstlerinnen und Künstler.

Parallel zur berufspolitischen Arbeit entwickelten sich in der Amtszeit von Otto Gefers rege Ausstellungsaktivitäten einzelner Künstlergruppen, oftmals einzige Möglichkeit, sich überhaupt auf dem Kunstmarkt zu präsentieren. Gab es doch kaum private Galerien und zeigten auch die Museen kein Bemühen um die Gegenwartskunst.

Mit dem frühen Tod von Otto Gefers am 6.12.1965 verlor der BBK einen Menschen, der sich mit keineswegs selbstverständlichem Engagement, Ausdauer und beharrlicher Leidenschaft für die Förderung von Kunst und Künstlern eingesetzt hat.

Die Retrospektive für Otto Gefers im Künstlerhaus in der Sophienstraße vom 3.10. – 31.10.1968 markierte zugleich einen Wendepunkt in der seit Ende der 50er Jahren eher provisorischen Präsentation von niedersächsischer Kunst durch den BBK. Mit der Rückschau eröffnete erstmals die vom Landesverband und der Bezirksgruppe Hannover gemeinsam getragene Galerie des BBK und bot von da an über 30 Jahre lang eine kontinuierliche Ausstellungsmöglichkeit für Mitglieder und Gäste.

   
     
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